Mittelwertsatz

Mittelwertsatz

Extremwertsätze

#Definition Lokale und Globale Exrtema

Sei f:DR mit DR. Man nennt ein x0D

  1. Stelle eines globalen Maximums, falls f(x0)f(x) für alle xD.
    Man nennt dann f(x0) das globale Maximum.

  2. Stelle eines globalen Minimums, falls f(x0)f(x) für alle xD.
    Man nennt dann f(x0) das globale Minimum.

  3. Stelle eines lokalen Maximums, falls es ε>0 gibt, so dass für alle xD mit |xx0|<ε gilt f(x0)f(x).
    Man nennt dann f(x0) ein lokales Maximum.

  4. Stelle eines lokalen Minimums, falls es ε>0 gibt, so dass für alle xD mit |xx0|<ε gilt f(x0)f(x).
    Man nennt dann f(x0) ein lokales Minimum.

Gilt sogar > statt bzw. < statt und ist xD{x0}, so spricht man von strengen oder strikten lokalen oder globalen Extrema.

Lokale vs. Globale Extrema

!AnaI LinA Ing Skript, p.172
Das globale Maximum ist der größte Wert, den die Funktion auf ihrem Definitionsbereich annimmt. Dieser Wert ist eindeutig, kann aber an mehreren Stellen angenommen werden. Für ein lokales Maximum reicht es, dass die Funktion in einer kleinen Umgebung kleiner als dieser Wert ist. Das globale Maximum ist auch ein lokales Maximum. Entsprechendes gilt für globale und lokale Minima.

Nimmt die Funktion f:[a,b]R in einem inneren Punkt x0]a,b[ ein Maximum an, dann haben die Sekanten links davon eine Steigung 0 und rechts davon eine Steigung 0
!AnaI LinA Ing Skript, p.173
Ist f dann in x0 differenzierbar, so ist die Ableitung f(x0) der Grenzwert der Steigungen der Sekanten, also einerseits 0, andererseits 0, und deshalb ist f(x0)=0. Wir notieren dieses Resultat.

#Satz Notwendiges Extremwertkriterium

Sei f:DR im inneren Punkt x0 differenzierbar. Wenn x0 eine lokale Extremstelle ist, so ist die Ableitung dort Null: f(x0)=0.

In Randpunkten muss das nicht sein

Das ist nur eine notwendige Bedingung. Das bedeutet, dass jeder Extremwert diese Bedingung erfüllen muss aber nicht, dass jedes vermeintliche Extrema mit der notw. Bed. automatisch ein Extrema ist

Mittelwertsatz

#Definition Mittelwertsatz

Sei f:IR differenzierbar auf dem Intervall IR.
Sind a,bI beliebig mit a<b, so gibt es mindestens eine Stelle ξ]a,b[ mit

f(b)f(a)ba=f(ξ).

Anschaulich bedeutet der Mittelwertsatz, dass es irgendwo eine Tangente gibt, die die gleiche Steigung wie die Sekante durch (a,f(a)) und (b,f(b)) besitzt.

!AnaI LinA Ing Skript, p.174

#Satz Schrankensatz

Sei f:[a,b]R stetig und auf ]a,b[ differenzierbar. Ist |f(x)|M für alle x]a,b[ und für ein M>0, so ist

|f(x2)f(x1)|M(x2x1)

für alle x1,x2[a,b] mit x1<x2.

Anwendungen des Mittelwertsatzes

#Satz Monotoniekriterium

Sei f:[a,b]R stetig und auf ]a,b[ differenzierbar.
Dann gilt:

  1. f(x)>0 für alle x]a,b[f ist streng monoton wachsend auf [a,b].
  2. f(x)<0 für alle x]a,b[f ist streng monoton fallend auf [a,b].
  3. f(x)0 für alle x]a,b[f ist monoton wachsend auf [a,b].
  4. f(x)0 für alle x]a,b[f ist monoton fallend auf [a,b].
Konstanzkriterium

Sei f:[a,b]R stetig und auf ]a,b[ differenzierbar.
Dann gilt: f(x)=0 für alle x]a,b[f ist konstant auf [a,b].

#Satz Extremwert-Test

Sei f differenzierbar im offenen Intervall ]a,b[ und sei x0 ein kritischer Punkt, also f(x0)=0. Dann gilt:

  1. f hat in x0 ein lokales Maximum, falls ein ε>0 existiert mit: f(x)>0 für alle x]x0ε,x0[ und f(x)<0 für alle x]x0,x0+ε[.
  2. f hat in x0 ein lokales Minimum, falls ein ε>0 existiert mit: f(x)<0 für alle x]x0ε,x0[ und f(x)>0 für alle x]x0,x0+ε[.
    !AnaI LinA Ing Skript, p.177