Relationale Algebra

Die relationale Algebra ist eine theoretische, prozedurale Anfragesprache für die Manipulation von Relationen. Sie bildet das formale und mathematische Fundament für relationale Datenbanksysteme (DBMS) und deren Abfragesprachen (wie SQL).

Zwei theoretische Kerneigenschaften (Theorie-Fundament)

Die relationale Algebra zeichnet sich durch zwei fundamentale Eigenschaften aus, die für den Betrieb eines DBMS zwingend erforderlich sind:


Kriterien für Anfragesprachen


Systemische Klassifikation der Operatoren

1. Die 5+1 Basisoperatoren (Minimale Relationenalgebra)

Bilden eine minimale, vollständige und unabhängige Basis. Kein Operator kann weggelassen werden, ohne die Vollständigkeit zu verlieren.

2. Abgeleitete Operatoren (Redundante Komfortfunktionen)

Dienen in der Praxis als nützliche Abkürzungen und lassen sich auf die Basisoperatoren zurückführen.

3. Erweiterte Operatoren (Praxis- & SQL-Erweiterungen)


Algebraische Optimierung (Transformationsregeln)

Ausdrücke werden als Baum dargestellt und vom Query Optimizer vor der Ausführung mathematisch umgeschrieben: