Partialbruchzerlegung

Partialbruchzerlegung

Sei f(z)=p(z)q(z) eine rationale Funktion. Hat q die einfachen Nullstellen z1,…,zn, also

q(z))an∏k=1n(z−zk)=an(z−z1)(z−z2)…(z−zk)

so hat f die Partialbruchzerlegung

f(z)=s(z)+∑k=1nAkz−zk=s(z)+A1z−z1+⋯+Anz−zn

Falls es sich um eine mehrfache Nullstelle handelt wird der Bruch mit der Vielfachen Nullstelle im Nenner mit der Vielfachheit potenziert.

Schritt 1: Polynomdivision

  1. Fall:
    Wenn deg⁡(p)≥deg⁡(q) gilt, dann muss man eine Polynomdivision durchführen. Dann gilt: p(z)=s(z)q(z)+r(z) mit deg⁡(r)<deg⁡(q).
  2. Fall
    Falls deg⁡(p)<deg⁡(q) ist s(z)=0 und r(z)=p(z)

Schritt 2: Zerlegung des Nenners

Bestimme die Nullstelle des Nenners q(z) und zerlege q so weit wie möglich in Faktoren.

Schritt 3: Ansatz zur Partialbruchzerlegung

Faktor des Nenners Ansatzterm
z−z0 Az−z0
(z−z0)m A1z−z0+A2(z−z0)2+⋯+Ak(z−z0)m
(z−a)2+b2 Cz+D(z−a)2+b2
((z−a)2+b2)m C1z+D1(z−a)2+b2+C2z+D2((z−a)2+b2)2+⋯+Cmz+Dm((z−a)2+b2)m

Schritt 4: Koeffizienten bestimmen

zwei Möglichkeiten

  1. Koeffizientenvergleich (immer möglich)
  2. Zuhaltemethode: Gibt die Koeffizienten von einfachen Polstellen bzw. den Koeffizient bei der höchsten Potenz eines Pols. Bestimme verbleibenden Koeffizienten durch Koeffizientenvergleich oder durch Einsetzen weiterer Zahlen.

A1z+B1(az2+bz+c)+A2z+B2(az2+bz+c)2+...+Akz+Bk(az2+bz+c)k