Speicherallokation und Allokationsformen
Die Speicherallokation beschreibt die systemische Zuordnung von physischen Speicherressourcen für die Code- und Datensegmente von Prozessen (Stack, Heap) sowie für die internen Strukturen des Betriebssystems (z.B. Prozesskontrollblöcke).
- Statische Speicherallokation: Der Hauptspeicher wird in feste, unbewegliche Partitionen eingeteilt. Ein Prozess wird zwingend als logische Ganzheit in eine Partition geladen. Blockiert der Prozess, wird er nur als vollständiges Gesamtsystem auf den Hintergrundspeicher ausgelagert, was zu massiver Ineffizienz führt.
- Dynamische Speicherallokation: Prozessteile werden vollkommen transparent für den Benutzer zur Laufzeit bei akutem Bedarf ein- und ausgelagert.
- Virtuelle Adressierung: Das technologische Fundament der dynamischen Allokation. Sie entkoppelt den logischen Adressraum eines Prozesses von den physischen RAM-Adressen, wodurch Prozesse realokierbar werden (Ausführung in wechselnden Speicherbereichen ohne Programmieraufwand).