Kryptographie
Kryptographie
Basics
Leibniz' verfahren
- kryptos – verborgen, geheim
- Kryptographie, graphein – schreiben = Geheimschrift, WIssenschaft der Verschlüsselung von Informationen
- Kryptologie, logos - Wort, richtige Einsicht = Wissenschaft eines best. Fachgebietes
Chiffre vs. Code
- Code: Zuordnung einer bedeutungsvollen Einheit zu einer anderen (kleiner)
- basiert auf Bedeutungsersetzungen
- Chiffre: Austausch von Buchstaben
Symmetrische Verschlüsselung
- Sender und Empfänger benutzen denselben Schlüssel
- Probleme:
- verschiedene Partner - verschiedene Schlüssel z.B. für 12 Personen, die untereinander kommunizieren, bräuchte man
Schlüssel - Große Menge an Schlüsselmaterial (one-Time)
- Schlüssel muss übertragen werden
- verschiedene Partner - verschiedene Schlüssel z.B. für 12 Personen, die untereinander kommunizieren, bräuchte man
Polyalphabetische Substitionsverfahren: One-Time-Pad
- Zuordnung: A=0, B=1, … Z=25
- Schlüssel & Klartext: gleiche Länge
- Verschlüsseln: (Klartextbuchstabe + Schlüsselbuchstabe) mod 26
- Entschlüsseln: (Geheimtextbuchstabe – Schlüsselbuchstabe) mod 26
- Schlüssel muss mindestens gleich lang sein wie Klarnachricht
- Sicherheit, wenn:
- Schlüssel zufällig gewählte Buchstabenfolge ist
- pro Nachricht ein anderer Schlüssel verwendet wird - One-Time-Pad (OTP)
- symmetrisches Verschlüsselungsverfahren
- Beispiel (Klartext: B B B B B B B, Schlüssel: C H I F F R E):
- Klartext “B” → 1
7×B → [1,1,1,1,1,1,1] - Schlüssel “C H I F F R E” → [2,7,8,5,5,17,4]
- Verschlüsselung:
- (1+2)=3→D
- (1+7)=8→I
- (1+8)=9→J
- (1+5)=6→G
- (1+5)=6→G
- (1+17)=18→S
- (1+4)=5→F
- Geheimtext: D I J G G S F
- Entschlüsselung: Umkehrung: (Geheimtext – Schlüssel) mod 26 = Klartext B B B …
- Klartext “B” → 1
- Wird in der Praxis eher selten benutzt, da der Aufwand sehr groß ist und es bessere Verschlüsselungssysteme gibt, wie RSA
Asymmetrische Verschlüsselung
- Öffentlicher Schlüssel (public key) – dient zum Verschlüsseln der Nachricht
- privater Schlüssel (private key) – dient zum Entschlüsseln
- Verschlüsseln kann jeder mit dem public key
- Entschlüsseln kann nur Inhabe des privaten Schlüssels
Geschichte
Gottfried Wilhelm Leibniz – 1646 bis 1716
Im Verkehr mit seinen Briefpartnern verwendete Leibniz unter anderem eine Verschlüsselung, die einfach durchzuführen ist und nur erfordert, dass beide Partner ein einziges Wort (das »Schlüsselwort«) als Geheimnis teilen. Man schreibe in ein Schema mit mal Kästchen zunächst das Schlüsselwort, in diesem Beispiel »LABYRINTHUS«, und dann alle noch nicht verwendeten Buchstaben des Alphabets in der üblichen Reihenfolge:
L A B Y R I N T H U S C D
E F G J K M O P Q V W X Z
Zum Verschlüsseln ersetzt man jeden Buchstaben durch denjenigen, der unmittelbar darunter- oder darübersteht; zum Entschlüsseln verfährt man genauso. Zum Beispiel wird aus dem Klartext
LEIBNIZ MACHINA ARITHMETICA
der Chiffretext
ELMGOMD IFXQMOF FKMPQILPMXF
- Diese Methode hält einem Angriff nicht lange stand, da die Zuordnung eindeutig ist. Mit einer Häufigkeitsanalyse kann man relativ schnell den Text entschlüsseln
- Caesar-Chiffre
- !200
- man verschiebt die Buchstaben im Alphabet um den Wert eines Schlüssels. Wenn der Schlüssel 3 ist, dann wird aus einem a ein d
- Geheim:
ABEYX DHFFM SN LITXM KNXVDSNZ - Klar:
HILFE KOMMT ZU SPAET RUECKZUG - Schlüssel: Scheibe um k Schritte drehen z.B. 7
- RSA-Kryptosystem 1977
- Entdeckt von Rivest, Shamir, Adleman
- 2002 Turing-Award
- Bis heute gilt diese Verschlüsselungsmethode als unknackbar